Donnerstag, 5.10.17, 19 Uhr, Glockenhaus, Glockenstraße, 21335 Lüneburg

Helmut W. Erdmann, Flöten (+ Live-Elektronik)

 

Werke von H. Bieler, L. Dubrovay, R. Hecht, M. Sell


Helmut W. Erdmann
1947 in Emden geboren. Studium in Braunschweig (Orchesterdiplom) und Hamburg (Flöte bei K. Zöller, Komposition bei D. de la Motte, Elektronische Musik bei W. Krützfeldt). 1970 Musiklehrerprüfung. Seit 1971 Lehrtätigkeit an der Musikschule Lüneburg (Flöte, Leiter des Ensembles Neue Musik Lüneburg); seit 1972 Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg (von 1985 bis 1989 auch an der Universität Göttingen).
Seit 1992 Professor für Komposition/Live-Elektronik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 1976 Dozent, Referent und Kursleiter auf überregionalen und internationalen Tagungen und Kongressen. Seit 1971 rege solistische Tätigkeit, vor allem mit dem 1971 gegründeten Varius-Ensemble (Hamburg) Seit 1980 außerdem Mitglied des Ensemble Musica Viva (Bayreuth) und seit 1991 Mitglied des Michael Sell Ensembles (Frankfurt). Anreger neuer Kompositionen für Flöte solo und Kammermusik mit Flöte. Seit 1975 Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe Neue Musik in Lüneburg, seit 1977 außerdem Leiter des Fortbildungszentrums für Neue Musik Lüneburg. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo (Rom), der Cite Internationale des Arts (Paris), der Stanford University California, (USA). Seit 1998 Präsident der Europäischen Konferenz der Veranstalter Neuer Musik (ECPNM). Seit 2009 Vorsitzender des Deutschen Komponistenverbandes, Landesverband Norddeutschland. Die kompositorischen Arbeiten (ca. 200 Werke) umfassen alle Gattungen, einschließlich elektronischer und live-elektronischer Werke, Konzerte und Rundfunkproduktionen mit eigenen Werken in der Bundesrepublik Deutschland, in Europa, Japan und in den USA.

 

Helmut Bieler wurde 1940 in Gersfeld/Rhön geboren. Er studierte Komposition, Schulmusik und Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik in München. Seine wichtigsten Lehrer waren Franz Xaver Lehner, Friedrich Wührer, Aldo Schoen und Fritz Schieri. Die künstlerischen und pädagogischen Staatsexamina fielen in die Jahre 1965 und 1966. Bis zum Herbst 2004 war er Professor für Musikpädagogik an der Universität Bayreuth. Helmut Bieler komponierte zahlreiche Werke für Kammermusik, Solowerke für verschiedene Instrumente, Vokalwerke, Orchesterwerke, Solokonzerte (Viola, Klavier, Flöten, Oboe), Kurzoper, Oratorium, Messe, Orgelmusik, mehrfach Werke unter Einbeziehung von Elektronik. Seine Werke erlebten Aufführungen im In- und Ausland, auch bei zahlreichen Festivals, u.a. Biennale Zagreb, Saxophonweltkongress, Washington, Gaudeamuswochen Amsterdam, Weltmusiktage Aarhus, Aspekte Salzburg, Neue Musik Lüneburg, Musica Bayreuth und Festivals in Kazan, Moskau, Ljublijana, Prag, Portugal, Brasilien, ars-nova-tage Nürnberg, Orgelwoche Nürnberg, Studio für Neue Musik Berlin, sowie bei zahlreichen Rundfunk-, Fernseh-, CD-Aufnahmen und Produktionen. Er gründete und leitet heute zusammen mit dem Komponisten und Organisten Wolfram Graf die Bayreuther Reihe „Zeit für Neue Musik“. Helmut Bieler ist Leiter und Pianist der Gruppe „Ensemble Musica Viva“ (mit Helmut W. Erdmann und Bernd Kremling). Er erhielt den Kulturförderungspreis der Stadt Nürnberg, den Kulturpreis der Stadt Bayreuth und den Preis für Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 2008 (Friedrich-Baur-Preis).

Rainer Hecht
* 1942 in Mannheim,
Klavierstudium in der Meisterklasse Prof. Helmut Vogel, Musikhochschule Mannheim und Prof. Robert Henry Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Abschluss Diplom Dirigieren bei Prof. W. Brückner-Rüggeberg; Aufbau-Studium am Ernst-Thienhaus-Institut in Detmold mit Tonmeister-Diplom, Produktionstätigkeiten in der Schallplattenindustrie, Rundfunk und Fernsehen, Leiter des AV-Medienzentrums an der Musikhoch-schule Hamburg, Professur für AV-Medien, Computer-musik, Akustik und Instrumentenkunde , Mitinitiator des Kontaktstudiengangs Neue Musik an der Hochschule f. Musik, Hamburg, langjähriger  Gastdozent am Eulec, Lüneburg und Musikhochschule Lübeck,  langjährige Tätigkeit als Tonmeister an der Staatsoper Hamburg, Berater an verschiedenen Musiktheatern und Gutachter für Urheberrecht. Kompositorische Tätigkeit:  Klavierwerke in verschiedenen Stilrichtungen, Kammermusiken für Holz- und Blechbläser, Streicher und Klavier, Saxophon und Orgel, Symphonie für 11 Blechbläser, Pauken und Schlagzeug, Konzert für Klavier und Orchester, Trios in verschiedenen Besetzungen, zahlreiche Lieder mit Klavier,  Werke für Bassflöte und Marimbaphon, Bassflöte mit Zuspielung und Live-Elektronik uvm.

László Dubrovay
Born in Budapest on 23 March 1943, Laszlo Dubrovay attended the Bela Bartok Conservatory and the Academy of Music, graduating in 1966. His professors of composition were Istvan Szelenyi, Ferenc Szabo and Imre Vincze. On a scholarship of the Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD),he continued his studies in West Germany between 1972 and 1974; he took courses in composition with Karlheinz Stockhausen and in electronic music with Hans-Ulrich Rumpert. In 1975, Dubrovay was commissioned by Westdeutscher Rundfunk, Cologne, to realise the electronic composition Sogaj (Sigh) in the electronic studios of WDR. Since 1976, he has taught music theory at the Budapest Academy of Music. 1985, he spent a year in West Berlin within the framework of the Berliner Künstlerprogramm. Laszlo Dubrovay has realised electronic and computer music in the electronic studios of WDR, the West Berlin University of Technology, in Freiburg, Stockholm, Bourges and Budapest. Prizes: 1973 Szczecin - 1st prize (Delivrance for Organ) 1974, Triest - 2nd prize (Succession for orchestra), 1985 Budapest - Erkel prize. Since 1976 he is professor at the Academy of Music Budapest. In 1965 "Artist in Berlin". 
Solo Nr. 6 Die Komposition lotet die Möglichkeiten der Klanggestaltung mit der Großbassflöte in G facettenreich aus. Geräusche und Töne mit wechselseitigen Übergängen, Obertonakkorde, duale Zweistimmigkeit gleichzeitigen Spielens und Singens ergeben einen spannungsvollen Ablauf im klassischen Aufbau Exposition - Durchführung - Reprise - Coda.