Donnerstag, 5.10.17, 21 Uhr, Glockenhaus, Glockenstraße, 21335 Lüneburg

Elektroakustische Musik:
Komponistenportrait Krzysztof Knittel

Krzysztof Knittel (* 1. Mai 1947 in Warschau) ist ein polnischer Komponist und Improvisationsmusiker (Synthesizer, Stimme).
Knittel studierte Tonregie und Komposition bei Tadeusz Baird, Andrzej Dobrowolski und W?odzimierz Koto?ski sowie Computermusik bei Lejaren Hiller an der Musikakademie Warschau. Ab 1973 arbeitete er mit dem Experimentalstudio des polnischen Rundfunks zusammen. 1975 studierte er Programmieren am mathematischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Daneben nahm er 1974 und 1976 an den Darmstädter Ferienkursen teil.
Er war Mitbegründer mehrerer Ensembles für live-elektronische und Improvisationsmusik: der Grupy Kompozytorskiej KEW mit El?bieta Sikora und Wojciech Michniewski (1973–1976), des Cytula Tyfun da Bamba Orkiester mit Andrzej Bie?an, Mieczys?aw Litwi?ski und Tadeusz Sudnik (1981), des Niezalezni Studio Muzyki Elektroakustycznej mit Stanis?aw Krupowicz und Pawe? Szyma?ski (1982–1984), der Gruppe Light from Poland mit den Dichtern Tadeusz S?awek, Mieczys?aw Litwi?ski und Bogdan Mizerski und des European Improvisation Orchestra (1996–1998). Mit Marek Cho?oniewski und W?odzimierz Kiniorski gründete er 1999 das Trio CH&K&K, mit Jerzy Kornowicz, Ryszard Latecki und Tadeusz Wielecki 2004 das Improvisationsensemble Kawalerowie b?otni (The Mud Cavaliers), in dem er sich mit Intuitiver Musik beschäftigt.
Knittel gab Kurse und Seminare für neue Musik in Kazimierz Dolny, München, Boston, Philadelphia, Barcelona, Alicante, Budapest, Prag und Vitasaari. Für sein Streichquartett zu Ehren des ermordeten Paters Jerzy Popie?uszko erhielt er 1985 einen Preis der Gewerkschaft Solidarno??. Von 1995 bis 1998 war er Direktor des Musikfestivals Warschauer Herbst. 1998 erhielt er einen Preis der New Yorker Foundation for Contemporary Performing Arts. Seit 2001 unterrichtete er an der Musikakademie
Lodz, seit 2007 ist er Lehrer an der Musikakademie Krakau.