Helmut W. Erdmann Spektren II (1994)
für Percussion und Klavier
Wolfram Graf ins Schweigen (2001)
für Schlagzeug und Klavier
Bernd Kremling ClaviCussion (2008)
Duo für Klavier und Percussion
Wolfram Graf Geschehen – Hymnus des Geistes (op.165, 2008)
für Schlagzeug und Klavier
Helmut Bieler Blöcke und Risse (1983)
für Percussion und Klavier
Helmut W. Erdmann Agnus Dei (1994/2008)
Fassung für Klavier und Percussion
I. Introduktion
II. Rezitativ I
III. Moderato
IV. Rezitativ II
V. Adagio
VI. Rezitativ III
VII. Allegro
VIII. Rezitativ IV
IX. Epilog
Helmut Bieler
Geboren 1940, Studium von Komposition, Schulmusik, Klavier (Staatliche Hochschule für Musik, München; F. X- Lehner, Fr. Wührer, A. Schoen); Künstlerische und Pädagogische Staatsexamina 1965/66, heute Professor für Musikpädagogik an der Universität Bayreuth. Werke: Zahlreiche Kammermusik, Solowerke für verschiedene Instrumente, Vokalwerke, Orchesterwerke, Oper, Oratorium, Messe, Orgelmusik, mehrfach Einbeziehung von Elektronik; Aufführungen im In- und Ausland; bei zahlreichen Festivals, unter anderem Biennale Zagreb, Saxophonweltkongress Washington, Gaudeamuswoche Amsterdam, Aspekte Salzburg, Neue Musik in Lüneburg, Weltmusiktage Aarhus, Ars-nova-tage Nürnberg, Studio für Neue Musik Berlin, Festivals in Kazan, Moskau, Porto u. v. a.; Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg, Kulturpreis der Stadt Bayreuth sowie den Preis für Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste; zahlreiche Rundfunkaufnahmen und -sendungen im In- und Ausland; Konzertätigkeit als Pianist mit Neuer und traditioneller Musik (Rundfunk- und Schallplatten- und CD-Aufnahmen); Leiter und Pianist der Gruppe "ensemble musica viva".
Bernd Kremling
studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg Perkussion bei Prof. S. Fink und Oboe bei Prof. K. Hausmann. Nach der künstlerischen Staatsprüfung sowie der Pädagogischen Zusatzprüfung in den Fächern Perkussion und Oboe folgte 1978 das Meisterklassendiplom im Fach Perkussion bei Prof. Fink. Seit 1974 hat Bernd Kremling einen Lehrauftrag im Fach Perkussion an der Hochschule für Musik in Würzburg und ist seit 1981 hauptamtlicher Dozent für Perkussion am Hermann-Zilcher- Konservatorium in Würzburg. Er war Dozent an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen und an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. 1990 hatte er als Fachbereichsleiter für Bläser und Perkussion einen Lehrauftrag an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Im Jahr 2000 ist er Bundesprojektleiter der Akademie für Musikpädagogik Mainz (Perkussion im Klassenunterricht). Bernd Kremling erhielt 1978 die Förderprämie der „Oskar und Vera von Ritter Stiftung“ des Deutschen Musikrats. 1982/83 war er Musikalischer Leiter der „Würzburger Festspiele“. Seine Konzerttätigkeit als Solist führte ihn u.a. nach Ankara, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Istanbul, London, Moskau, München, Ottawa, Paris, Turin, Warschau. Daneben spielte er unter Dirigenten wie Bernstein, Boulez, Gielen, Inbal, Jochum, Kempe, Rowicki. Neben zahlreichen Rundfunk und CD-Produktionen ist Bernd Kremling bei diversen Festivals als Solist und Kammermusiker aktiv.
Helmut W. Erdmann
1947 in Emden geboren. Studium in Braunschweig (Orchesterdiplom) und Hamburg (Flöte bei K. Zöller, Komposition bei D. de la Motte, Elektronische Musik bei W. Krützfeldt). 1971 Musiklehrerprüfung. Seit 1971 Lehrtätigkeit an der Musikschule Lüneburg (Flöte, Leiter des Ensembles Neue Musik Lüneburg); seit 1974 Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg, seit 1985 an der Universität Göttingen. Seit 1992 Professor für Komposition/Live-Elektronik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 1976 Dozent, Referent und Kursleiter auf überregionalen und internationalen Tagungen und Kongressen. Seit 1971 rege solistische Tätigkeit, vor allem mit dem 1971 gegründeten Varius-Ensemble (Hamburg) Seit 1980 außerdem Mitglied des Ensemble Musica Viva (Bayreuth) und seit 1991 Mitglied des Michael Sell Ensembles (Frankfurt). Anreger neuer Kompositionen für Flöte solo und Kammermusik mit Flöte. Seit 1975 Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe Neue Musik in Lüneburg, seit 1977 außerdem Leiter des Fortbildungszentrums für Neue Musik Lüneburg. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo (Rom), der Cite Internationale des Arts (Paris), der Stanford University California, (USA), 1980 Niedersächsisches Nachwuchsstipendium, 1983 Verleihung des Bach-Preis-Stipendiums der Stadt Hamburg; 1985 Stipendiat der Casa Baldi (Olevano/Rom) und der Cite Internationale des Arts (Paris) - zweiter Paris-Aufenthalt, 1988 und 1989 Gast im Atelierhaus Worpswede; 1990 Niedersächsisches Künstlerstipendium und 1991 Kulturpreis des Landkreises Lüneburg; 1996/97 Jahresstipendium des Landes Niedersachsen. Seit 1998 Präsident der Europäischen Konferenz der Veranstalter Neuer Musik. Seit 2006 Präsidiumsmitglied des ECF (European Composer´s Forum). Seit 2007 Präsidiumsmitglied der ECSA (European Composers and Songwriters Alliance) sowie des Deutschen Komponistenverbandes. Seit 2008 Mitglied im Fachausschuss Europa/Internationales des Deutschen Kulturrates. Die kompositorischen Arbeiten (ca. 200 Werke) umfassen alle Gattungen, einschließlich elektronischer und live-elektronischer Werke, Konzerte und Rundfunkproduktionen mit eigenen Werken in der Bundesrepublik Deutschland, in Europa, Japan und in den USA.
"In meinen Kompositionen bin ich bestrebt, zu einer Synthese heute möglicher Stilmittel zu gelangen. Hierzu gehört neben Einbeziehung improvisatorischer Gestaltungsmöglichkeiten bei einigen Werken, von Beginn meiner kompositorischen Arbeit an die Auseinandersetzung mit elektronischer Musik und live-elektronischer Klangverarbeitung und den differenzierten Fähigkeiten der Computermusik Von großer Bedeutung sind für mich dabei die verschiedenen Mischformen - vom "reinen" Instrumentalton und seinen mannigfaltigen Farbgebungen bis zum völlig elektronischen veränderten Klang mit allen Zwischenstufen der Verfremdung, Klangerweiterung, dem Feedback instrumentaler und apparativer Technik im kreativen Entfaltungsprozess. Parallel dazu hat mich die Einbeziehung melodischer und rhythmischer Elemente interessiert, um wieder zu "lustvollem" Musizieren zu gelangen. Neben diversen Kompositionen für professionelle Formationen hat mich in den zurückliegenden 20 Jahren immer wieder die Aufgabe gereizt, Stücke für den Laienbereich zu konzipieren. Vor allem in der Kammermusik sind eine Reihe von Stücken entstanden, zu denen mich jugendliche Spieler als Teilnehmer der Wettbewerbe "Jugend musiziert" angeregt haben. Für mich als Komponist stellt sich dabei auch eine wichtige pädagogische Aufgabe: jugendliche Spieler an die Auseinandersetzung mit Neuer Musik heranzuführen, ihr Interesse zu wecken und zur kontinuierlichen Beschäftigung mit Neuem, Ungewohntem zu ermuntern."
Wolfram Graf,
1965 in Dornstetten im Schwarzwald geboren, studierte nach einem Studium Generale am Freien Hochschulkolleg Stuttgart Orgel an den Musikhochschulen in Karlsruhe und Saarbrücken (Prof. Leo Krämer), Komposition ebenfalls in Saarbrücken (Prof. Theo Brandmüller) sowie Musikwissenschaft, Religionswissenschaft und Ethnologie an der Universität Bayreuth, wo er 2002 mit einer Arbeit über den holländischen Komponisten Leopold van der Pals promovierte. An der Universität Bayreuth unterrichtet Graf Künstlerisches Orgelspiel und Musiktheorie, weiterhin ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth. Wolfram Graf lebt als freischaffender Komponist und Autor im fränkischen Hof.