19.10.2011, 19 Uhr
Ensemble Musica Viva Lüneburg,
Marie Schmalhofer - Sopran, Helmut W. Erdmann - Flöten, Bernd Kremling - Percussion, Helmut Bieler - Klavier
Bernd Kremling |
Masse Mensch |
Helmut W. Erdmann |
Mobile I |
Wolfram Graf |
Geschehen |
Helmut Bieler |
Poéme |
Helmut W. Erdmann |
Sounding Picture V |
Helmut Bieler |
Drei Lieder aus: |
Helmut W. Erdmann |
Stress III |
Marie Schmalhofer studierte in Montreal an der „Université du Quebec à Montréal“ Gesang bei Prof. Joseph Rouleau. Sie trat dort als Konzert- und Opernsängerin auf. Stipendien der Regierung von Québec und des DAAD ermöglichten ihr ein Meisterklassenstudium an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Kammersängerin Prof. Reri Grist. Sie wurde 1990 mit dem Meisterklassendiplom ausgezeichnet. Als gefragte Sopranistin erhielt Marie Schmalhofer zahlreiche Engagements an der „Süddeutschen Kammeroper“, am Ulmer Theater, im „Phantom der Oper“ in Hamburg sowie zu Konzerten im In – und Ausland. Im Dezember 2006 sprang sie mit großem Erfolg für die „Missa Solemnis“ von Beethoven in Mailand ein. Neben zahlreichen Opernrollen umfasst ihr Repertoire sämtliche Stilepochen vom Oratorium bis zum Musical. 2007 erhielt sie den Kulturpreis der Stadt Bobingen. Zur Botschafterin des Landkreises Augsburg wurde sie im März 2009 ernannt. Seit 2009 unterrichtet sie am Leopold – Mozart Zentrum der Universität Augsburg.
Helmut W. Erdmann 1947 in Emden geboren. Studium in Braunschweig (Orchesterdiplom) und Hamburg (Flöte bei K. Zöller, Komposition bei D. de la Motte, Elektronische Musik bei W. Krützfeldt). 1971 Musiklehrerprüfung. Seit 1970 Lehrtätigkeit an der Musikschule Lüneburg (Flöte, Leiter des Ensembles Neue Musik Lüneburg); seit 1972 Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg (von 1985 bis 1989 auch an der Universität Göttingen). Seit 1992 Professor für Komposition/Live-Elektronik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 1976 Dozent, Referent und Kursleiter auf überregionalen und internationalen Tagungen und Kongressen. Seit 1971 rege solistische Tätigkeit, vor allem mit dem 1971 gegründeten Varius-Ensemble (Hamburg) Seit 1980 außerdem Mitglied des Ensemble Musica Viva (Bayreuth) und seit 1991 Mitglied des Michael Sell Ensembles (Frankfurt). Anreger neuer Kompositionen für Flöte solo und Kammermusik mit Flöte. Seit 1975 Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe Neue Musik in Lüneburg, seit 1977 außerdem Leiter des Fortbildungszentrums für Neue Musik Lüneburg. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo (Rom), der Cite Internationale des Arts (Paris), der Stanford University California, (USA), 1980 Niedersächsisches Nachwuchsstipendium, 1983 Verleihung des Bach-Preis-Stipendiums der Stadt Hamburg; 1985 Stipendiat der Casa Baldi (Olevano/Rom) und der Cite Internationale des Arts (Paris) - zweiter Paris-Aufenthalt, 1988 und 1989 Gast im Atelierhaus Worpswede; 1990 Niedersächsisches Künstlerstipendium und 1991 Kulturpreis des Landkreises Lüneburg; 1996/97 Jahresstipendium des Landes Niedersachsen. Seit 1998 Präsident der Europäischen Konferenz der Veranstalter Neuer Musik (ECPNM). Seit 2006 Präsidiumsmitglied des ECF (European Composer´s Forum). Seit 2007 Vorstandsmitglied des Deutschen Komponistenverbandes sowie der ECSA (European Composers and Songwriters Alliance). Seit 2008 Mitglied der „Platform of Cultural and Creative Industries der EU-Commission for Education and Culture“ in Brüssel. Seit 2009 Vorsitzender des Deutschen Komponistenverbandes, Landesverband Norddeutschland, sowie Mitglied in den Fachausschüssen „Bildung“ und „Europa“ des Deutschen Kulturrates; außerdem seit Oktober 2009 Vizepräsident des ECF´s. 2010 Berufung in das „Kompetenznetzwerk Europäische Kulturpolitik“ des Deutschen Kulturrates.
Bernd Kremling, Studium von Schlagzeug und Oboe an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Siegfried Fink und Kurt Hausmann. 1971 Fachlehrer für Musik, 1974 Solopauker im Jugendorchester unter Leonard Bernstein.1977 künstlerische Staatsprüfung einschließlich der pädagogischen Zusatzprüfung in Schlagzeug und Oboe. Nach dem Meisterklassendiplom Förderprämie durch die „Oskar und Vera Ritter-Stiftung“. 1969-1968 Mitglied des Percussions-Ensembles Siegfried Fink. 1977 Gündung des Duos Gitarre und Percussion mit Martin Krüger. Seit 1981 Dozent an der Musikhochschule Würzburg. Lehrtätigkeit an den Fachakademien Würzburg und Regensburg sowie der Universität Bayreuth. Dozent an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen, der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Leitung der Schlagzeugkurse beim Festival Junger Künstler in Bayreuth. Leitung der Würzburger Festspiele (1982/83). Konzerte im In- und Ausland unter namhaften Dirigenten wie Boulez, Gielen, Jochum, Kempe, Inbal. Zahlreiche Rundfunk-, Schallplatten-, CD- und Fernsehaufnahmen.
Helmut Bieler wurde 1940 in Gersfeld / Rhön geboren. Er studierte Komposition, Schulmusik und Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik in München bei Franz Xaver Lehner, Friedrich Wührer und Aldo Schoen und beschloss seine Studien mit den künstlerischen und pädagogischen Staatsexamina 1965/66. Bis zum Herbst 2004 war Helmut Bieler Professor für Musikpädagogik an der Universität Bayreuth und ist seitdem dort freier Mitarbeiter.
Helmut Bieler komponierte zahlreiche kammermusikalische Werke, Solowerke für verschiedene Instrumente, Vokalwerke, Orchesterwerke, Kurzoper, Oratorium, Messe, Orgelmusik, mehrfach unter Einbeziehung von Elektronik. Seine Werke erlebten Aufführungen im In-und Ausland, auch bei zahlreichen Festivals, u.a. Biennale Zagreb, Saxophonweltkongress Washington, Gaudeamuswochen Amsterdam, Weltmusiktage Aarhus, Aspekte Salzburg, Neue Musik Lüneburg, Festivals in Kazan, Moskau, Ljublijana, Prag, Portugal, Brasilien, ars-nova-tage Nürnberg, Studio für Neue Musik Berlin sowie zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CDAufnahmen.
Prof. Bieler ist Leiter und Pianist der Gruppe „Ensemble Musica Viva". Er erhielt den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg, den Kulturpreis der Stadt Bayreuth und den Friedrich-Baur-Preis.