Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg und das Fortbildungszentrum für Neue Musik Lüneburg entwickelten einen Kontaktstudiengang "Neue Kompositionstechniken", der durch einen Kooperationsvertrag zwischen beiden Instituten ergänzt und 1997 paraphiert wurde. Die Teilnehmenden sollen in die Lage versetzt werden, Kompositionen aus den Bereichen Elektronische Musik, Live-Elektronik, computergestütztes Komponieren und Mikrotonalität mit Hilfe professioneller Studiotechnik zu realisieren und ihre musikalisch-kompositorischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. Aspiranten des zweisemestrigen Studienganges sind AbsolventInnen von Studiengängen Komposition / Instrument / Musikwissenschaft, Lehramtsstudiengänge und Bewerber mit fortgeschrittenen Fähigkeiten in Musikelektronik. Seit vielen Jahren ist das FBZNM Partner der Universität Lüneburg sowohl für den Lehramtsstudiengang als auch für die Ausbildung von Kulturwissenschaftlern im Seminarangebot "Praxis der elektronischen Musik".
Für den Zeitraum 2000 bis 2001 hat sich das Fortbildungszentrum zu einer Kooperation mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK, Remscheid, www.ibk-kultur.de) im Rahmen des Projektes "Entwicklung multimedialer Gestaltungskompetenz" verpflichtet. Der bundesweite Modellversuch hat das Ziel, Konzepte und multimediale Handreichungen für die Umsetzung eines weiten und kreativen Multimediabegriffs in der Bildungs- und Kulturarbeit nutzbar zu machen. Dies soll mit Hilfe von digitaler Multimedia-Technologie und -Techniken geschehen, so dass Multimedia als kunstspartenübergreifendes, die Künste verbindendes Prinzip und als eigenes neues Arbeitsfeld der ästhetischen Bildung und Praxis entwickelt und erschlossen wird. Das Expertenteam dokumentiert die Konzepte und Prozesse der Entwicklungs- und Fortbildungsprojekte im FBZNM sowie Trends in Neuer Musik und didaktisch-methodischen Erfahrungen im Kontaktstudium "Neue Kompositionstechniken".