Produktionsmöglichkeiten im Fortbildungszentrum für Neue Musik Lüneburg

Das Fortbildungszentrum für Neue Musik (FBZNM) Lüneburg tritt nicht nur als Veranstalter von Konzerten mit zeitgenössischer Musik auf, sondern es unterhält in seinen Räumen auch ein Experimentalstudio, in dem verschiedene Verfahren analoger und digitaler Klangsynthese und Klangbearbeitung miteinander kombiniert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Studios ist die Verbindung der menschlichen Stimme und/oder akustischen Musikinstrumenten mit Elektronik, sei es nun live oder auf Band. In diesem Artikel geht es mir vor allem darum, das Konzept dieses Studios zu erläutern und einen Überblick über die Möglichkeiten dieser Einrichtung zu geben. Schwerpunktmäßig wird hier vor allem die technische Seite betrachtet, weil die künstlerische Auseinandersetzung mit der Studiotechnik bei jedem Komponisten anders ausfällt. Letztlich widerspricht es auch dem Grundgedanken eines auf Flexibilität ausgelegten Experimentalstudios, bestimmte Techniken oder bestimmte Kombinationen von Techniken zu favorisieren und fest vorzugeben. Auch wenn beispielsweise im folgenden von einem Analogstudio oder einem Digitalstudio die Rede ist, bedeutet das nicht, dass man sich - als Komponist - auf eines von beiden festlegen muss. Gerade der DA-38 und die DAT-Recorder ins Digitalstudio zu transferieren und umgekehrt.

Zur Konzeption des Studios
Kleine Produktionseinheiten
Analoge Synthesizer
Digitale Synthesizer
Effektgeräte
Aufnahmemedien und sonstiges
Festinstallierte Synthesizer
Das Analogstudio
Der Computerschnittplatz
Das Digitalstudio
Software (Digitalstudio und kleiner Schnittplatz)
Geräteliste

Zur Konzeption des Studios

Das dem Studio zugrunde liegende Konzept kann man am besten folgender Abbildung entnehmen:


Aufbau des Studios

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Fest installierte Produktionsanlagen:

Zu den fest installierten Produktionsanlagen kommt ein Raum für Live-Elektronik-Experimente sowie ein Vorführraum (hier steht auch der Synthi 100), in dem Seminare, Vorträge und Vorführungen von Eigenproduktionen veranstaltet werden. Auch dieser Raum kann für Live-Elektronik-Zwecke umfunktioniert werden. Ferner ist hier eine Schallkabine aufgestellt, in der Instrumente (sofern sie nicht zu groß sind…) und die menschliche Stimme relativ isoliert aufgenommen werden können. Der Vorführraum ist über eine XLR-Steckerleiste direkt mit dem Analogstudio verbunden, so dass man Mikrofon- oder Line-Signale (z.B. vom Synthi 100) im Analogstudio aufzeichnen kann. Für die Vorführungen wurde eine Abhöranlage installiert, die ein Vierspur-Portastudio, einen CD-Spieler, einen DAT-Recorder, eine Spulenmaschine sowie ein Kassettenrekorder umfasst. Alle Geräte sind an ein Mischpult angeschlossen, das eine Endstufe mit vier Lautsprechern ansteuert. Dadurch sind auch Vorführungen von Vierkanalproduktionen möglich. Die Abhörstation dient auch zum Kopieren auf Kassette. Neben diesen festen Produktionsanlagen gibt es auch viele kleine mobile Einheiten, die sich vor allem für die Live-Elektronik, aber natürlich auch zur Produktion eignen. Dazu gehören:

· Analoge EMS-AKS- und Logic-Synthesizer
· Digitalsynthesizer
· Bandmaschinen (Stereo bis 8-Spur) und Mutlitracker (Auf Kassetten und MD-Basis)
· Effektgeräte (Hall, Delay, Multieffektgeräte, eine Filterbank, Vocoder)
· Mixer

Mit diesen Einheiten kann man sich für eine Produktion sein eigenes Setup zusammenstellen, oder man verwendet sie als Ergänzung im Analog- oder Digitalstudio. Auf sie wird im nun folgenden Abschnitt ausführlicher eingegangen.

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Kleine Produktionseinheiten

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Analoge Synthesizer

Der analoge Standardsynthesizer im Fortbildungszentrum ist der EMS-AKS. Dieses Gerät hat drei Oszillatoren, einen Rauschgenerator, einen resonanzfähigen Tiefpassfilter, einen Hüllkurvenformer, eine einfache Hallfeder, einen Ringmodulator und - das Allerwichtigste - ein Steckfeld, mit dem Verbindungen von und zu jedem Modul gesteckt werden können. Ferner besitzt dieses Gerät einen Analogeingang, womit es sich auch zur Bearbeitung (Filterung, Ringmodulation etc.) von Mikrofonsignalen eignet.
Eine kleinere Variante davon ist der Logik-Synthesizer, der mit Kabelverbindungen arbeitet und etwas anders ausgestattet ist (ein Oszillator, Filter ist auch bandpaß- und hochpassfähig, Inverter). Außer diesen Synthesizern existiert im Studio noch ein MiniMoog. Gegenüber den AKS-Synthis hat er eine andere Klangcharakteristik, ist etwas bescheidener ausgestattet (kein Ringmodulator) und ist fest verdrahtet.

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Digitale Synthesizer

An digitalen Synthesizern gibt es im Fortbildungszentrum zum einen mehrere Yamaha DX-7, sowie ein DX-11 und ein TX-7. Diese Geräte arbeiten mit einer 6-Operatoren-Frequenz-Modulation-Synthese (bis auf den DX-11 mit 4 Operatoren). Ein anderes Verfahren benutzt der Roland JD-800, der nach außen hin eine quasi-analoge Oberfläche bietet und innen mit einer ROM-Sample-Synthese arbeitet. Ferner gibt es im Studio ein Korg Prophecy und eine Z1, die beide nach dem physical modeling-Syntheseverfahren arbeiten, sowie ein Akai S1000, der zum Samplen benutzt wird.

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Effektgeräte

Neben vier Multieffektgeräten - Yamaha SPX1000, Lexicon MPX5, Fireworks und ensoniq DP/4 - werden im Fortbildungszentrum eine Reihe von Spezialisten benutzt. Dazu gehören einzelne Ringmodulatoren, eine Analyse-Filterbank (mit sehr steil-flankigen Filtern), ein Vocoder, einzelne Delays, ein kleines Hallgerät, ein Chorus sowie zwei Voice-Prozessoren (VP-70). Die wichtigste Anwendung dieser Effektgeräte dürfte wohl die Live-Elektronik sein, aber auch in der Produktion spielen sie eine wichtige Rolle als Klangverformer.
Zu den Effektgeräten im weitesten Sinne müsste man eigentlich auch die AKS- und Logik-Synthesizer sowie den MiniMoog zählen, da durch die Ringmodulatoren und Filter häufig auch Mikrofon- oder andere externe Signale geschickt werden.

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Aufnahmemedien und sonstiges

Das wichtigste Aufnahmemedium im Fortbildungszentrum ist immer noch die alte Senkelmaschine (Revox B77), mit der auch die klassischen Schneide- und Klebetechniken geübt und angewendet werden. Spulentonbandgeräte gibt es auch in einer Vier- und in einer Achtspurversion. Daneben gibt es Vierspur-Portatastudios, von denen eines auf MD-Basis arbeitet. Wie bei der MD üblich, arbeitet es intern digital mit Datenreduktion.

Ebenfalls auf digitaler Basis (aber ohne Reduktion) arbeiten die DAT-Recorder (Tascam DA-30, DAP-1, Sony-Portables) sowie der Tascam DA-38, eine digitale 16-bit-Achtspurmaschine. Für dieses Gerät existiert im Digitalstudio eine digitale Anschlussmöglichkeit an das Mischpult, so dass die Signale im Digitalstudio nicht einen zusätzlichen D/A-A/D-Wandler passieren müssen. - mehr dazu s. S. 8 Ansonsten gehören zu den mobilen Einheiten noch einige Atari-Computer mit Notator-Sequenzern, Mikrofone, Kopfhörer, Boxen, Kabel, … etc..

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Festinstallierte Synthesizer

Der größte festinstallierte analoge Synthesizer im Fortbildungszentrum ist ein EMS-Synthi 100. Er steht im Vortragsraum. Dieses Gerät besteht prinzipiell aus den gleichen Modulen, die auch im AKS verwendet werden, ist aber wesentlich umfangreicher ausgestattet (9 Audiooszillatoren, 3 LFOs, 9 Filter, 2 Rauschgeneratoren, 3 Ringmodulatoren, 3 Hüllkurvenformer, 3 Slew-Limiter, 1 Pitch-To-Voltage-Converter, 1 Oktavfilterbank, 2 Envelope-Follower, 1 Digitalsequenzer, 2 Hallfedern, ein achtkanaliges Mischpult mit 8 VCAs, 2 Joysticks, 2 Tastaturen, ein Frequenzzähler und ein Oszilloskop. Auch hier ist es möglich, per Steckfeld jedes einzelne Modul mit jedem weiteren zu verbinden. Eine weitere Besonderheit bei diesem Gerät sind seine acht Ausgänge, die direkt an die Steckerleiste zum Analogstudio oder an den DA-38 gelegt werden können.

Das Roland System M100 ist ein reines Modularsystem, bei dem die einzelnen Module durch Kabel miteinander verbunden werden. An Modulen gibt es dort: Oszillatroen, Filter (mit zwischen Tief-, Band- und Hochpaß umschaltbarer Charakteristik), Hüllkurven, LFOs, Rauschgeneratoren, Abtast-Halte-Glieder (S&H), Verstärker sowie einen Analog-Sequenzer. Die Oszillatoren sind bei diesem Gerät synchronisationsfähig.

Ähnlich aufgebaut, aber mit einem etwas anderen Klangbild, ist der ARP 2600. Dort sind bestimmte Kombinationen intern schon vorverdrahtet, diese Verbindungen können aber durch das Einstecken von Kabeln gelöst werden. Wie die anderen oben erwähnten analogen Synthis auch besitzt der ARP einen externen Audioeingang.

Zu den fest installierten Synthesizern gehören natürlich auch diejenigen, die im Digitalstudio stehen. Zum einem sind das eine Korg M1R und ein Roland D-550, die beide intern auf Sample-ROM basieren und damit vom Aufbau her - dem JD-800 ähneln. Zum anderen gibt es dort neben dem obligatorischen Sampler (Akai S3000XL) einen Waldorf MicroWave, einen MicroWave II und einen Wave. Diese Geräte arbeiten mit der sog. Wave-Scan-Technik, bei der einige Wellenformen errechnet, deren Spektrum sich von jeweils einem Eckwert zum nächsten bewegen. Hinter dieser Klangerzeugung ist der übliche Satz an Klangverformern (Filtern, LFOs, VCAs etc.) geschaltet.

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Das Analogstudio

Die Zentrale des Analogstudios ist das analoge Mischpult vom Typ Teac M-15. Dieses Pult besitzt 24 Mic/Line-Eingangskanäle, 16 Tape-Returns, acht Bus-Ausgänge und eine Stereosumme. Von den 24 Eingangskanälen sind die ersten sechzehn nur als Line-Eingänge ausgeführt und mit der sich auf dem Pult befindlichen Patchbay verbunden. Für die acht Bus-Ausgänge trifft das gleiche zu. Die Eingangskanäle Nr. 17-24 sind an die XLR-Steckerleiste angeschlossen, die zum Vortragsraum führt.

Des weiteren befindet sich im Analogstudio ein fest installiertes Multieffektgerät (Korg A1) und eine analoge 16-Spur-Tonbandmaschine (Teac D-16), deren Eingänge komplett und die Ausgänge Nr. 1-8 auf die Patchbay gesteckt werden müssen. Die Ausgänge Nr. 9-16 sind direkt an die Tape-Return-Eingänge des Pultes angeschlossen.
Damit sieht die Patchbaybelegung folgendermaßen aus:

Linein 1 Linein 2 Linein 3 Linen 4 Lineout 1 Lineout 2 Lineout 3 Lineout 4     A1 out L A1 out R Tape in 1 Tape in 2 Tape in 3 Tape in 4
Linein 5 Linein 6 Linein 7 Linein 8 Lineout 5 Lineout 6 Lineout 7 Lineout 8 Aux Send A Aux Send A A1 in L A1 in R Tape in 5 Tape in 6 Tape in 7 Tape in 8
Linein 9 Linein 10 Linein 11 Linein 12 Tape ret 1 Tape ret 2 Tape ret 3 Tape ret 4 Testton Rücksprache Studio Mon L Studio Mon R Tape in 9 Tape in 10 Tape in 10 Tape in 11
Linein 13 Linein 14 Linein 15 Linein 16 Tape ret 5 Tape ret 6 Tape ret 7 Tape ret 8 Mon A R Mon A L Mon B L Mon B R Tape in 13 Tape in 14 Tape in 15 Tape in 16
Patchbaybelegung

Diese auf den ersten Blick sehr umständlich anmutende Belegung hat den Sinn, dass man im Analogstudio nicht auf die 16-Spur-Maschine festgelegt ist, sondern bei Bedarf auch auf den Tascam DA-38 aufnehmen kann (über Line out und Tape returns), ohne hinter das Pult zu gehen und alles umstecken zu müssen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Materialien noch im Digitalstudio weiter verarbeitet werden sollen. Außerdem ist es so möglich, Mikrofone im Vortragsraum und/oder der Schallkabine aufzustellen, deren Signale im Analogstudio zu verstärken und direkt auf die DA-38 zu geben. Anstelle von Mikrofonen kann man natürlich auch die acht Ausgänge des Synthi 100 benutzen.

Auf der XLR-Leiste zum Vortragsraum befinden sich übrigens auch vier Ausgänge. Damit könnte man theoretisch auch Live-Vierkanal-Vorführungen, die im Vortragsraum stattfinden sollen, direkt im Analogstudio mischen … . Der Haken dabei ist allerdings, dass im Analogstudio selbst nur eine Stereo-Abhörmöglichkeit besteht. Es dürfte aufgrund der sehr beengten räumlichen Verhältnisse dort unmöglich sein, hinten noch zwei zusätzliche Lautsprecher aufzustellen. Eine andere Besonderheit im Analogstudio ist das komplette Fehlen von Klangerzeugern, Sequenzern u.ä., weil man diese Geräte wesentlich flexibler einsetzen kann, wenn sie nicht fest installiert sind.

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Der Computerschnittplatz

Der Computerschnittplatz ist ein Macintosh-basierter Zweispur-Harddisk-Recording-Schnittplatz. Als Schnittsoftware wird hier Digidesign Pro Tools eingesetzt, die Audio-Ein- und Ausgänge übernimmt hier ein 882-I/O-Interface.

Mit dieser Ausstattung ist es möglich, aufgenommenes Tonbandmaterial (in der Regel auf DAT) zu schneiden und umzuarrangieren. Auf ein Aufsplitten auf mehrere Spuren und späteres Zusammenmischen funktioniert ebenso wie Kreuzblenden (Croofade-Schnitte). Beim Betrieb mit mehreren Spuren muss man berücksichtigen, dass der Ausgang nur stereo funktioniert - für Mehrkanal-Abmischungen ist dieser Schnittplatz nicht geeignet, und ein gleichzeitiger Betrieb von MIDI und Audio ist ebenfalls nicht möglich, dazu muss man schon auf das eigentliche Digitalstudio ausweichen. Sämtliche Arrangierarbeiten sind komplett non-destruktiv, so dass das ursprüngliche Audiosignal auf der Festplatte durch die Bearbeitungsvorgänge nicht beeinflusst werden.

Eine Besonderheit des Pro-Tools-Systems sind die Plug-Ins. Dies sind Effektprogramme, die in das Schneidesystem eingebunden werden und auf einzelne Spuren oder das Gesamtarrangement wirken. Zu diesen Effekten gehören u.a. Hall-. Chorus, Kompressor- und Filterprogramme. Eine komplette Liste der Plug-Ins, die alle sowohl auf dem kleinen Schnittplatz als auch im Digitalstudio verfügbar sind, ist im Anhang abgedruckt.

Die Audiofestplatte in diesem Schnittplatz ist 4 Gbytes groß, was ungefähr 6,75 Stunden Audiomaterial entspricht (bei Stereo, 16 bit, 44,1 kHz Samplingfrequenz). Da sich aber in der Regel mehrere Projekte auf dieser Platte befinden, muss man sich diesen Platz schon teilen.

Neben dem Pro-Tools-System läuft auf dem Schnittplatz die Software sonicWORX Studio von Prosoniq. Sie stellt Bearbeitungs- und Masteringsfunktionen wie Filter, Timestretching, Analyzer oder Stereo Imager zur Verfügung. Der Computerschnittplatz eignet sich nicht nur für den Audioschnitt, sondern auch für Multimediaproduktionen (Macromedia Director).

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Das Digitalstudio

Das Digitalstudio im Fortbildungszentrum ist ein Studio, in dem verschiedene Techniken wie MIDI, Harddiskrecording, Sampling, Nachbearbeitung/Mastering und digitale Mischungen - stereo und mehrkanalig - miteinander kombiniert werden können. Das zentrale Gerät ist hier ein Digitalmischpult (Yamaha O2R), an das ein Sampler (Akai S3000XL mit acht Einzelausgängen), verschiedene MIDI-Klnagerzeuger, Effektgeräte (Lexicon PCM80/PCM90, Eventide Ultraharmonizer H3000/SX, Waldorf X-Pole) sowie ein Macintosh miteinander verbunden sind. Auf dem Macintosh läuft die gleiche Schnittsoftware wie auf dem Schnittplatz, die Audio-Ein- und Ausgabe übernimmt hier allerdings ein 888-I/O-Interface. Damit ist es möglich, acht Spuren gleichzeitig aufzunehmen oder abzuspielen. Auch mit der sonic-WORX-Software kann man hier arbeiten. Zusätzlich sind die Programme Opcode Max, Lemur, Logic Audio und X-Pose installiert.

Audiosignalverlauf im Audio-Blockschaltbild des Digitalstudio

Fest verkabelt sind hier also der Computer, das O2R, auf der Eingangsseite das Pro-Tools-System und ein DAT; auf der Ausgangsseite ein tc Finalizer (Summen-Dynamikprozessor), an dem wiederum ein DAT und ein MD-Recorder angeschlossen sind. Ganz wichtig ist die Möglichkeit, den DA-38 ebenfalls direkt ans Pult anzuschließen - hier ist eine wesentliche Brücke zwischen dem Digitalstudio und den restlichen Anlagen. Bei allen anderen Geräten läuft die Verbindung über zwei Patchbays (eine für Klangerzeuger, die zweite für Effektgeräte), um eine größtmögliche Flexibiltät zu gewährleisten. Einschränkend muss man den Nachteil in Kauf nehmen, dass alle Verbindungen über die Patchbay analog geführt werden, auch wenn sowohl das Mischpult als auch einige Effektgeräte digital arbeiten könnten.

Damit eignet sich das Digitalstudio für eine ganze Reihe von Aufgaben:


MIDI-Setup im Digitalstudio

Hier ist also jedes Gerät für sich direkt mit dem MIDI-Interface verbunden. Das O2R besitzt die Möglichkeit, Mischungen zu automatisieren. In diesem Fall funktioniert die Synchronisation von Sequenzersoftware, MIDI-Geräten und Mischpult über ein MTC-Signal, welches vom Computer generiert und über die MIDI-Leitung zur Verfügung gestellt wird.

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Software (Digitalstudio und kleiner Schnittplatz)

Adobe Premiere 4.2.1 GraphicComposer 1.010 Oscilloscope 2.1 TC CHORUS 1.0
Avid VideoShop 3.0 D HearMaster 2.0 emagic Perfomer 6.0 TC REVERB 1.0
D-Fi digidesign 4.2 Hyperprism-TDM 2.1 Pro Tools 4.0.1 Digidesign Toast Audio Extractor 1.0
Digital Performer 2.41 Lemur Pro 4.0.1 Soap Toast CD-ROM Pro D-3.0.1
Director 5.0 LiveStyle sonicWORX Artist PPC 1.5.1 Prosoniq Turbo Synth SC
DPP-1 digidesign Logic Audio Platinum 4.1 sonicWORX Studio 1.0.0 (PPC) WaveBurner 1.0 emagic
Finale 3.7 MAX 3.0 SoundApp Fat 2.6.1 Steinberg X Pose 1.1
FS_Editior Yamaha Mesa II 1.0.0 AKAI SoundDiver 2.0.1 emagic ZAP 1.5

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