Karlheinz Stockhausen  »Spiral« 
für Flöte, Elektronik und Kurzwellenempfänger mit Videoverstärkung

Erik Drescher - Flöte, Elektronik
Wenke Schladitz - Video

   


Karlheinz Stockhausen SPIRAL (1968)
für einen Solisten und Kurwellenempfäger

In SPIRAL werden Ereignisse, die ein Solist mit dem Kurzwellen-Radio empfängt, imitiert, transformiert und transzendiert.

Außer dem Radio kann er ein beliebiges Instrument, mehrere Instrumente, Instrument und Stimme, oder nur die Stimme benutzen.

SPIRAL ist eine Folge von Ereignissen, die durch verschieden lange Pausen getrennt werden können, diese sollen mit dem jeweils gewählten Instrument und KW-Empfänger oder ohne KW-Empfänger realisiert werden. Dauer, Lage, Lautstärke, rhythmische Gliederung sind relativ frei.

Ab und zu kommt eine Transformation vor, die dieser Prozeß-Komposition den Namen SPIRAL gab:

„Wiederhole daas vorige Ereignis mehrmals,
transponiere es jedes Mal in jeden Bereichen
und transzendiere es über diw Grenzen
deiner bisherigen Spiel- / Gesangstechnik
und dann auch über die Begrenzungen
deines Instruments / deiner Stimme hinaus.“

SPIRAL für einen Solisten entstand im September 1968 in Madison, Connecticut (USA) Die Uraufführung spielte der Oboist Heinz Holliger am 15. Mai 1969 bei der Muzicki Zagreb.

In der Lüneburger Version vom 17. Mai 2007 werden Flöten, Stimme, Elektronik (Mikrophone, Verstärker, Effekgeräte) und Kurwellenempfänger benutzt. Ebenso ist eine Version mit Video, welches einerseits interaktiv auf die musikalischen Ereignisse als Ganzes oder den Kurzwellenempfänger eingeht oder auch neben dem KW-Empfänger oder auch statt dessen den Musiker beeinflussen kann.


Erik Drescher, Flöte

Geboren 1972 in Bremen. Lebt in Berlin. Studium der Flöte bei Carin Levine und Hans-Jörg Wegner an der Hochschule für Musik Detmold. Teilnahme an diversen Meisterkursen, u. a. bei Auréle Nicolet, Roberto Fabbriciani, Robert Aitken; private Studien bei Robert Dick. Mehrmalige Teilnahme an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt.

Konzerttätigkeit im In- und Ausland solistisch (u. a. auf Festivals wie „artGenda“ Stockholm; Festival Internacional de Música Electroacustica „Primavera en La Habana“ Cuba; Musikprotokoll im Steirischen Herbst Graz; HerbstZeitTon ORF Wien; Nachwuchsforum des Ensemble Modern und der GNM; projektgruppe neue musik Bremen; Einladung zum Nachwuchsforum des Ensemble Modern und der Gesellschaft für Neue Musik Frankfurt, sowie kammermusikalisch (z. B. mit Marianne Schroeder, Thürmchen Ensemble Köln, die reihe Wien, Klangforum Wien, Ensemble Modern Orchestra).

Schwerpunkt zeitgenössische Musik. Arbeit mit Komponisten wie Peter Ablinger, Beat Furrer, Younghi Pagh-Paan, Adriana Hölszky oder Salvatore Sciarrino, aber vor allem mit jungen Komponisten. Anregung zu Werken u. a. von Christoph Ogiermann, Klaus Lang, Uwe Rasch, Bernhard Lang, Dror Feiler und Alvin Lucier. Zahlreiche Uraufführungen.

Rundfunkaufnahmen beim Deutschlandfunk, HR, ORF, Radio Bremen, SWR, WDR.Derzeit geplant sind CD-Produktionen bei Mode Records New York/SWR
Baden-Baden
(Alvin Lucier) und edition wandelweiser Records Berlin (André O Möller).

Mitbegründer des “ensemble x-pol batterie” und von [DRESCHER.OKABE.ARMBRUSTER].

2003 fand er sich mit fünf Anderen zu: trigger - das ensemble für aktuelle musik in Hamburg zusammen. Diese Gruppe spielt nicht nur moderne Musik, Performance, Improvisation, Live-Elektronik und Video gehen nahtlos ineinander über.

Er spielt als ständiges Mitglied im Ensemble Zwischentöne (Leitung Peter Ablinger) und im Ensemble JungeMusik (Leitung Helmut Zapf)

 

Wenke Schladitz


*1970 in Leipzig
Architektin / Künstlerin
lebt in Berlin
arbeitet 2D und 3D im realen und virtuellen Raum
Gestaltung von Innen - und Aussenräumen, temporäre Installationen, Videoprojektionen zu Neuer Musik
Projekte und Teilnahme an Festivals in Europa und Korea
Mitbegründerin von schladitz & skupin berlin einem Architektur - und Design - Netzwerk
fokussiert auf die kulturellen Aspekte von Gestaltung, Produktion und Performance und auf den nachhaltigen Umgang mit Material
w w w . s c h l a d i t z - s k u p i n . d e